Mensonges | 2008
Serie 14-teilig, Bleistift und Buntstift auf Papier, je 21x28.3 cm

Zeichnerische Reproduktion einer Strafarbeit eines Schülers aus der Banlieue von Paris.
Reproduction dessinée des pages d'un cahier trouvé dans la rue en banlieue parisienne.

Im Jahr 2008 verbrachte Patrick Steffen 3 Monate im Pariser Vorort St. Denis, wo er allein auf sich gestellt und in einer fremden Umgebung nach neuen Impulsen für seine Arbeit suchte. Bei den 14 Zeichnungen der Serie «Mensonges» handelt es sich um handgefertigte Kopien einer Strafarbeit, die der Künstler zufällig im Müll entdeckte. Der Akt des Kopierens wurde zur Beschäftigung, die sowohl die eigene Befindlichkeit widerspiegelte, wie auch in quasi dokumentarischer Manier etwas über die gesellschaftliche Realität eines Quartiers erzählt, ähnlich einer Fotografie.
Die Arbeit war der Ausgangspunkt von Patrick Steffens Beschäftigung mit dem Zeichnen. Sie reflektiert Themen wie die Bedeutung von Fleiss, das Verhältnis von Kopie und Original, die Sinnhaftigkeit künstlerischen Tuns.

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