Nocturne | 2018
6-Kanal-Videoinstallation mit Sound
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da will ich nach dir blicken | 2015-17
1-Kanal-Videoprojektion | HD Video, Sound, Loop 14'

Religion manifestiert sich im öffentlichen Raum. In nüchtern fotografierten Bildausschnitten und ohne Kommentar dokumentiert das Video Wegkreuze, aufgenommen in der näheren (katholischen) Umgebung des Künstlers. Beim Betrachten öffnet sich ein weites Feld von Assoziationen und Themen – von der Laizismus-Diskussion über den Traditionsbegriff bis hin zur Durchdringung des öffentlichen Raumes mit Botschaften, Werbung, Propaganda. Die Textzeile "da will ich nach dir blicken" ist dem Choral "O Haupt voll Blut und Wunden" entnommen.

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Tut♂︎rial | 2018
Video HD mit Sound, Loop 5:14'
(Ausschnitt)

Eine Sammlung von youtube-Videos, Tutorials für das virtuose E-Gitarren-Spiel, einer davon ist der Künstler selbst. Der individuelle Sound geht im grossen Getöse unter. Ein (selbst-) ironisches Statement zu Eitelkeit, Wettbewerb und Authentizität, zur Selbstdarstellung im Netz, zum Habitus des Künstlers.

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Safari | 2012/15
3-Kanal-Video mit Sound, LCD-Monitoren, 3 x 3'05''

Der Saal 6 im ersten Stock des Louvre ist ein Pilgerort für Foto- und Videotouristen, das gemeinsame Bild mit der Mona Lisa ein fester Programmpunkt des Paris-Aufenthalts.
Auch ich begebe mich in die Rolle des Bilderjägers, pirsche mich von hinten an die fotografierenden Personen heran, zoome Fotoapparate und Videokameras heran, filme die leuchtenden Displays. In der Nachbearbeitung isoliere ich die Bildschirme durch schwarzes Maskieren der Umgebung. Übrig bleiben nervös tanzende Paris-Trophäen, gestohlene Momente.

"Faith is one of the things we try to use to control time. We immortalize people and notions, convert them into symbols of faith and then claim to own them. (…) Patrick Steffen's video is a beautiful and utterly powerful take on our fear of time and the insensitivity towards life." (Parvez Imam)

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Haus | 2012
1-Kanal-Videoprojektioon, ohne Ton | HD Video, Loop 2'37''

Mein Elternhaus, ein typisches Schweizer Einfamilienhaus der 1970er Jahre, gefilmt mit einer alten Überwachungskamera. Lichtkegel huschen über die nächtliche Landschaft und erhellen das Gebäude für kurze Zeit.
Das Video scheint zu atmen im Rhythmus des an- und ausgehenden Lichts. Die Atmosphäre ist traumartig, die Stimmung ambivalent.

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Herz | 2006
Super8-Installation, Loop

Die Super8-Projektion eines pulsierenden Herzens. Der Projektor, ein Herzschrittmacher, läuft ununterbrochen, bis zum Filmriss.
«Der Takt des Super8-Projektors setzt sich in ein Verhältnis zum vitalen Phänomen des Herzschlags. Zwei «Maschinen» liegen offen dar. So normal ist Funktionieren – aber auch so fragil. Nicht die grossen Masse und die laute Stimme zeichnen diese Arbeit aus, sondern ihre sorgfältige Anordnung, die zur präzisen Aussage gefügt ist.» (Katharina Dunst)

«Le rythme du projecteur est mis en rapport avec la pulsation du coeur. Deux "machines" qui oscillent entre fonctionnement et vulnérabilité. Ce n'est pas la grande dimension ou la voix forte qui caractérisent cette oeuvre, mais son dispositif soigneux qui aboutit à une déclaration précise.» (Katharina Dunst)

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Rundgang | 2008
Super8 Loop, 235 cm | 187 Zeichen, 26 km

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Es und As | 2007
1-Kanal Video, Loop, 7'

Sandra Rau | Konzept, Kamera, Percussion
Patrick Steffen | Schnitt, Ton

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Nebel | 2010-17
Videoprojektion, Livemusik, 50'

Patrick Steffen | Konzept, Video

Fritz Hauser | perc
Andreas Stahel | voc, fl
Daniel Steffen | p, el
Franziska Welti | voc
Leo Bachmann | tuba
Marc Unternährer | tuba
Markus Lauterburg | dr, perc

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nachts – konzert mit bildern | 2003
Videoprojektion, Livemusik, 70'

Patrick Steffen | Video
Christoph Lang | Video
Daniel Steffen | Komposition

Daniel Steffen | p, keyb
Hanspeter Pfammatter | keyb
Pascal Galeone | voc
Peter Gossweiler | b

Teil 1 | 39' | Durch Bewegungsmelder erhellte Orte. Die Leuchtzeit der Lampen bestimmt die Länge der komponierten Musikstücke.
Teil 2 | 31' | Eine Kamerafahrt durch die Dämmerung. Die Musik ist frei improvisiert und spannt den Bogen vom Tag zur Nacht.

1ère partie | 39' | Des scènes nocturnes illuminées par des détecteurs de mouvement. Les compositions de piano durent aussi longtemps que l'éclairage.
2ème partie | 31' | Un seul travelling d'une demie heure durant le crépuscule. La musique
est improvisée et fait le lien entre le jour et la nuit.